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Vereinsgeschichte

Nach der erfolgreichen Teilnahme der Deutschen Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft 1954 war Anfang des Jahres 1956 die Fußballbegeisterung auch nach Großenseebach übergeschwappt. Nachdem schon Jahre vorher mehrere junge Fußballer aus Großenseebach als "Fremdarbeiter" bei Nachbarvereinen ihrem Hobby nachgingen, war es naheliegend, ihnen in ihrem Heimatort auch eine "sportliche Heimat" zu schaffen.

Am 31. Januar 1956 fand man sich im Gasthaus Müller zusammen, um den Großenseebacher Fußballverein zu gründen. 42 fußballinteressierte Bürger trugen sich in die Anwesenheitsliste ein, als Vereinsname wurde FSV Großenseebach vorgeschlagen, und Hans Schickert wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt. Stellvertreter wurde Georg Linsenmeyer, Spielleiter Walter Konstanziak, Schriftführer Adam Seeberger, Kassier Valentin Müller und Jugendleiter Georg Schaub. Ab 20. April übernahm Hauptlehrer Hans Hammer die Schriftführerarbeiten, ebenso übernahm er im Gründungsjahr auch die Kassenverwaltung.

Ordentliches Mitglied im Bayerischen Landessportverband wurde der FSV am 2. Mai 1956 und am 13. Juni 1956 vom Bayerischen Fußballverband in den Kreis Mittelfranken eingegliedert.

Adam Hofmann und Johann Breun stellten am Winkelweg pachtweise Grundbesitz zur Anlegung eines Spielfeldes zur Verfügung. Mit welcher Begeisterung man die Sache anging, zeigt sich schon daran, daß die offizielle Einweihung des Fußballplatzes, der in vielen freiwilligen Arbeitsstunden durch die Mitglieder angelegt wurde, schon am 10. Juni durch Pfarrer Stang aus Hannberg erfolgen konnte. Der Spielbetrieb selbst wurde schon am 1. Mai 1956 eröffnet und ein Freundschaftsspiel gegen die Betriebself der Schäffler-Werke wurde gleich mit 3:0 gewonnen. Als Patenverein wurde der FC Dechsendorf gewonnen, der das Freundschaftsspiel zur Einweihung mit 2:1 gewinnen konnte.

Das erste Punktspiel wurde in Hallerndorf ausgetragen und mit 3:1 gewonnen. Die Mannschaft des FSV Großenseebach erreichte im ersten Jahr ihrer Teilnahme an der Punkterunde einen beachtlichen vierten Tabellenplatz in der C-Klasse. Auch in den nächsten drei Jahren wurde jeweils oben in der Spitzengruppe mitgemischt - zweimal wurde man Vizemeister - bis dann die Meisterschaft in der Saison 1960/61 glückte. Dank laufender Verstärkung aus der Jugendmannschaft wurde sie überlegen mit 53:7 Punkten und 111:29 Toren gewonnen. Maßgeblichen Anteil daran hatte Josef Schaub mit fast hundert Treffern.

Bereits im Jahr 1958 bezog man das neue Sportgelände am Membacher Weg - ein Sportheim zum Umziehen und Waschen kam 1964 hinzu.

In der B-Klasse verblieb man 4 Jahre, bis dann 1965 mit neun Punkten Vorsprung der Aufstieg in die A-Klasse gefeiert werden konnte. Dort hielt es den FSV drei Jahre. Mit dem Spielertrainer Gerhard Grün konnten die vorangegangenen Erfolge fortgesetzt werden.

1968 war die Sensation perfekt, die nicht einmal 500 Seelen zählende Gemeinde konnte ihren Fußballverein in die Bezirksliga schicken, nachdem mit deutlichen Vorsprung die A-Klassen-Meisterschaft gewonnen wurde. Viel Prominenz aus der Politik, Wirtschaft und übergeordneten Sportverbänden gratulierten zum Aufstieg. Als Benjamin in der Bezirksliga hatte der FSV gegen die übermächtige Konkurrenz Schwerstarbeit zu leisten. Doch immer wieder verstand es die jeweilige Mannschaft ihren "Mann" zu stellen. Erst 1975 wurde erstmals dieses Ziel verfehlt, trotz 26 errungener Punkte reichte es nicht zum Klassenerhalt.

In der Saison 1983/84 gelang endlich wieder der Aufstieg in die Bezirksliga. Dieses Mal konnte sich die Mannschaft 9 Jahre in dieser Klasse behaupten, bis im Jahre 1993 das "Klassenziel" nicht erreicht wurde.

Im Jubiläumsjahr 1996 konnte der FSV einen erneuten Erfolg an seine Fahnen heften. Im DFB-Pokalwettbewerb bestand man erfolgreich gegen Bezirksligist Eltersdorf sowie Bezirksoberligist Neunkirchen. Der Lohn dafür war, daß wir am Ostermontag 1996 eine Landesligamannschaft, die Amateure des 1. FC Nürnberg, in der 2. Runde des DFB-Pokalwettbewerbs auf Bezirksebene zu Gast hatten. Das Spiel wurde zwar mit 4:1 verloren, doch unsere Mannschaft war über weite Strecken ein ebenbürtiger Partner.

Nach 7 Jahren in der A-Klasse stieg man erneut ab, verbrachte 4 Jahre in der B-Klasse, und landete 2004 sogar in der C-, also untersten Klasse.

Die Jugendmannschaft besteht schon seit Gründung des Vereins und kann die meisten Erfolge aufweisen. So konnte sie öfters den Seebach-Jugendpokal gewinnen. 1962 war sie im Endspiel im Landkreispokal, 1965 Kreismeister im Kreis Erlangen/Forchheim. Den Landkreispokal konnte sie 1969 gewinnen, 1980 war sie 2.Sieger im Landkreis. Den Aufstieg von der Kreisgruppe in die Kreisklasse schaffte sie 1978. 1979 schaffte sie den Aufstieg in die Kreisliga und wurde dort 1980 Meister. Das Entscheidungsspiel zum Aufstieg in die Bezirksliga wurde nach Verlängerung mit 3:2 verloren.

Für einen reibungslosen Ablauf des sportlichen und gesellschaftlichen Geschehens, bedarf es jedoch auch der entsprechenden Einrichtungen. So konnte Dank der Unterstützung vieler Großenseebacher, der fleißigen Mitarbeiter und der Opferbereitschaft der Mitglieder der Bau eines neuen Sportheimes verwirklicht werden. Damit hatte sich der FSV zum dritten Mal seit seiner Gründung eine neue Anlage geschaffen. Die Verlegung in Ortsnähe war seit zehn Jahren wünschenswertes Ziel. 1972 reifte dann der Plan zur Errichtung eines neuen Sportzentrums, nachdem Vereinswirt Thomas Müller die Schließung seiner Gaststätte zum 31.3.1972 ankündigte. Planunterlagen und Finanzierungsvorschlag wurden den Behörden vorgelegt. Der Bayerische Landessportverband gab im September 1974 schließlich "grünes Licht" für den Baubeginn. Fleißig gingen die Mitglieder an die Arbeit, so daß schon September 1975 das Heim seiner Bestimmung übergeben werden konnte.

Seit 1971 haben sich die "ausgemusterten" ehemaligen Spieler des FSV in einer "Alten Herren-Mannschaft" zusammengefunden. Sie spielen zwar nie um Punkte, sondern der Ehre wegen, um der Kameradschaft und der Fitness halber, und dies mit großen Erfolg, wobei auch der geselligen Teil nicht zu kurz kommt.

1980 wurde erstmals eine D-Jugend installiert, 1981 kam die E-Jugend dazu. Der Zulauf an Kindern wurde immer stärker, die Mannschaften von A- bis F-Jugend konnten in den Folgejahren durchgängig besetzt werden.

2007 In einer extra für diesen Zweck anberaumten außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde mit klarer Mehrheit für die Gründung einer Jugend-Förder-Gemeinschaft mit unserem Patenverein 1. FC Niederlindach gestimmt. Heute sind die Juniorinnen und Junioren im Großfeldbereich in dieser JFG organisiert. Der Kleinfeldbereich läuft unter den jeweiligen Stammvereinen, wird aber ebenfalls von der JFG verwaltet. Auf Grund allerorts wieder rückläufiger Spielerzahlen wird die JFG im Jahr 2010 auf Antrag der SpVgg Heßdorf - erweitert.

1989 wurde eine Damenmannschaft gegründet, 1991 um eine Mädchenmannschaft erweitert und im Lauf der Jahre zu einer nicht mehr wegzudenkenden Einheit innerhalb der Fußballabteilung geformt. Heute spielen 6 Mannschaften auf z. T. sehr hohem Niveau, die B-Jugend ist ganz frisch in die Bayernliga aufgestiegen, die Damen in der Bezirksliga - und vertreten die Farben des FSV weit über Kreis und Bezirksgrenzen hinaus.

Ins Jahr 1989 fällt auch die Generalsanierung des Sportheims, und 1992 wurde der Anbau mit Funktionsräumen, Kabinen, Duschen und Dachterrasse realisiert. Mittlerweile betreibt der FSV drei Großspielfelder (2 Rasenplätze, 1 Tennenplatz) und 1 Rasenkleinfeld.

1976 begann die Ausrichtung des Vereins auf Breitensport. Zuerst wurde die Damen-Gymnastikabteilung ins Leben gerufen, die bei der Dorfbevölkerung großen Anklang fand. Nicht nur unterschiedlichste Zielgruppen werden angesprochen, sondern auch verschieden-artige Methoden stehen heute auf dem Programm der Gymnastikabteilung.

Unsere Lauf- und Wanderabteilung läuft seit 1977 soviel, daß sie eigentlich auch "Kilometerfresser" heißen könnten. Sie lassen keinen Mittwoch aus, dies zu beweisen.

Im Jahr 1992 formierte sich das Langstreckenteam. Die erfolgreiche Teilnahme an internationalen Wettbewerben hat den FSV Großenseebach weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt gemacht. Die Laufgruppe genießt heute ein ganz besonderes Ansehen.

Die Tischtennisabteilung bestand ab 1978 und bekam 1980 einen eigenen Abteilungsleiter. Die Truppe war bis kurz vor die Jahrtausendwende aktiv. Heute findet leider kein Spielbetrieb mehr statt.

Die Tanz- und Spielgruppe wurde erstmals 1978 gegründet, ist aber erst 1988 als "Seebacher Tanzharmonika" wieder so richtig zum Leben erwacht. 1998 wurden auch hier die Aktivitäten eingestellt.

Die 1981 gegründete Tennisabteilung (erste Anregungen datierten aus dem Jahre '79) hatte lange Jahre großen Zulauf, und ist heute, nach ein paar schwächeren Jahren wieder im Aufschwung begriffen. Es wird nach wie vor auf 4 Plätzen gespielt und die 1984 erbaute Tennishütte erfährt des Öfteren rege Nutzung.

1983 - 1985 wurde auch Volleyball gespielt. Trainiert wurde in der Schulturnhalle in Hannberg, aber wegen zunehmend mangelnder Hallentermine wurde dieser Freizeitsport wieder eingestellt.

1986 wurde der FSV durch eine Schachabteilung bereichert. Hier werden nach wie vor Leistungen der Spitzenklasse vermeldet - auf höchstem nationalen Niveau.

Die Aktivitäten der Jugend-Leichtathletik gehen zurück auf das Jahr 1991 zurück. Damit wollte man den Jugendlichen, deren Ambitionen bei dieser Sportart lagen, die Möglichkeit geben, diese an ihren Heimatort ausüben zu können. Die Abteilung Leichtathletik wurde dann 1992 offiziell gegründet.

Die Gründung der Skiabteilung des FSV fällt ebenfalls in das Jahr 1991. Neben dem gemeinsamen Erleben war es ihnen besonders wichtig, sich ausreichend auf den Wintersport vorzubereiten. Kurz nach der Jahrtausendwende schliefen auch diese Aktivitäten wieder ein.

Der Gründung der Freizeitgruppe Radeln- und Wandern im Jahre 1993 lag der Wunsch zu Grunde, Entspannung, Genuß, Kultur und Erleben mit sportlicher Betätigung zu verbinden. Seitdem finden die angebotenen Rad- und Wanderveranstaltungen, die die Teilnehmer durch ganz Europa führen, immer stärkeren Anklang.

Ebenfall heute noch aktiv, insbesondere im Jugendbereich, ist die 1997 gegründete Badminton- Abteilung.

Die Fußballer träumten schon lange vom Wiederaufstieg aus der untersten Liga, am liebsten zum 50-jährigen Jubiläum im Jahr 2006. Leider klappte dies nicht wie geplant, aber ein Jahr später war es dann soweit, und die 1. Mannschaft stieg in die mittlerweile umbenannte Kreisklasse auf. 2009 war dann das Aufstiegsjahr schlechthin der FSV Großenseebach ließ sich als Doppel- Meister feiern. Die 1ste stieg in die Kreisliga, und die 2te in die Kreisklasse auf. Leider musste die 2. Mannschaft 2010 wieder absteigen.

2010 war aber dennoch ein sehr erfolgreiches Jahr, weil

- sich die 1. Mannschaft in der Spitzengruppe der Kreisliga behaupten konnte

- die A-Junioren (U19) Kreisklassen-Meister wurden

- die U17-Juniorinnen in die höchst mögliche Klasse, die Bayern-Liga aufgestiegen sind.

 

 

 

 

PS: Leider sind nicht mehr alle Dokumente, aus denen sich die Vereinshistorie ableiten lässt, verfügbar. Sollte noch jemand weitere Fakten hierzu beitragen können, wäre ich dankbarer Abnehmer solcher Information!

Rudi Riedel, FSV-Schriftführer